Vickermann & Stoya
SCHUHWERK FÜR HÖCHSTE ANSPRÜCHE
Sinn für das Echte und Schöne – die Manufaktur für Maßschuhe Vickermann & Stoya aus Baden-Baden zählt zu den ersten Adressen für feinstes Schuhwerk. Geschäftsführer Matthias Vickermann (rechts im Bild) erzählt im Interview über die Anfänge, seine Lieblingsschuhe – und über das Start-up des Unternehmens.

Lieber Herr Vickermann, 2004 übernahmen Sie zusammen mit Herrn Stoya die Werkstatt von Meister Hummel in Baden-Baden, die zur „Keimzelle“ Ihrer Manufaktur wurde. Wie haben Sie sich damals gefühlt?
Die Übernahme kam sehr plötzlich und von heute auf morgen waren wir selbständig. Da ging es erstmal darum, Kunden zu gewinnen und uns bekannt zu machen. Im ersten Jahr haben wir schließlich 17 Paar Maßschuhe verkauft. Heute fertigen wir rund ein Paar pro Tag. Daher vergessen wir auch nie, wie holprig die Anfänge waren.

Wie kamen Sie darauf, Schuhmacher zu werden? War es die Freude am Handwerk oder stammen Sie aus einer Schuhmacherfamilie?
In meiner ersten Ausbildung zum Steuerfachangestellten habe ich leider nicht meine Berufung gefunden. Und da ich Schuhgröße 50 habe und ich die Freude im Handwerk gesehen habe, kam ich schnell zu dem Entschluss, eine erneute Ausbildung zu beginnen – nur diesmal zum Schuhmacher.

Für seine Arbeit hat Vickermann & Stoya den Förderpreis des Kunsthandwerks von Baden-Württemberg erhalten. Kann man das noch toppen? Wie?
Es hat uns sehr gefreut, dass wir diesen Preis gewonnen haben. Wir verstehen es aber vielmehr als Anreiz, weiterhin gute Arbeit abzuliefern. Am meisten freut uns die Nachbestellquote unserer Kunden. Denn schließlich geht es auch um die Passgenauigkeit und nicht nur um die Optik.

Wenn man die Timeline Ihres Unternehmens betrachtet, fällt auf, dass Sie an vielen Veranstaltungen teilnehmen – z.B. auch auf See, wie bei einer Reise mit der Sea Cloud. Ist das nicht ungeheuer aufwändig?
Wie schon anfangs beschrieben ging es in den ersten Jahren darum, viele Kunden zu gewinnen. Die Maßtage in den Hotels und auf den Kreuzfahrtschiffen haben uns dabei sehr geholfen.
Wie heißt es so schön – Klappern gehört zum Handwerk! Anfangs hatte ich auch noch keine Kinder und da sah meine Frau mich oft viele Wochenenden nicht, aber mittlerweile habe ich das Pensum deutlich runtergeschraubt und mache nur noch vereinzelte Maßtage, Events und direkte Kundenbesuche. Ich stecke momentan einen Großteil der Zeit und Energie in unser neues Start-up shoedoc.de, eine Onlineplattform zur Abwicklung von Schuhreparaturen – und nicht nur für unsere Maßschuhe, sondern für jegliche Art von Schuhen.


Aus dem Nähkästchen geplaudert: wie viele Leisten haben Sie im Lauf der Zeit erstellt?
Mittlerweile lagern bei uns über 1200 Paar Leisten.

Wie lange dauert es eigentlich, bis ein Paar Maßschuhe fertig ist?
Die Erstbestellung inklusive Herstellung der Leisten und Probeschuhe dauert rund 5 Monate bis die Kunden Ihre Schuhe tragen können. Folgepaare dauern rund 2 Monate

Sie stellen ja nicht nur die klassischen Herrenmodelle wie Brogues und Monks her, sondern bieten Ihren Kunden ja u. a. auch die Möglichkeit, Golfschuhe nach Maß zu erwerben. Und auch die Damenwelt kann bei Ihnen fertigen lassen. Was ist Ihr persönliches Lieblingsmodell?
Ich mag es klassisch. Daher trage ich am liebsten Oxfords und Derbies in schwarz bzw. dunkelbraun. Da fällt es einem auch sehr leicht bei der Kombination mit der Garderobe.
In wieweit muss man als Hersteller feinster Maßschuhe mit der Mode gehen? Oder gibt es einen festen „Vickermann & Stoya-Stil“, der Ihre Unikate auszeichnet?
Wir müssen, Gott sei Dank, nicht mit der Mode gehen. Die angebotenen Modelle gibt es schon seit vielen Jahren. Das hat aber auch den Vorteil, dass die Schuhe auch in Zukunft die Moden überleben werden und man sich die Schuhe nicht Leid sieht. Schließlich soll man ja 20 und noch mehr Jahre daran Freude haben. Darüber hinaus sieht man es unseren Schuhen auch nicht an, dass sie aus unserem Hause stammen. Das ist pures Understatement.

Was war bislang das schönste Erlebnis in Ihrer Zeit bei Vickermann & Stoya?
Das kann ich leider nicht so einfach beantworten. Sobald sich die Kunden nach einigen Tagen melden, mitteilen, dass sie zufrieden sind und gerne ein weiteres Paar in Auftrag geben möchten – das sind die schönen Erlebnisse und ich hoffe, dass es so in den nächsten Jahren weitergeht.





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