Im Zeichen des Keilers
GRÄFLICHER LANDSITZ HARDENBERG
Im schönen Leinetal, inmitten einer dichtbewaldeten Hügellandschaft, liegt eine der eindrucksvollsten historischen Destinationen des Landes – der Gräfliche Landsitz Hardenberg. Von weitem sichtbar: die mehr als 1000-jährige Burgruine, zu deren Füßen das Schloss der Familie liegt. Umgeben von einem weitläufigen SchlossPark, an den auch die alte Kornbrennerei grenzt, präsentiert sich das Ensemble als Rückzugsort mit spannender Geschichte. Wer dieses Kleinod im südlichen Niedersachsen besucht, darf sich neben kulinarischen auch auf kulturelle Genüsse auf höchstem Niveau freuen.
 
Die Ursprünge der vom Erzbischof von Mainz erbauten Burg Hardenberg reichen bis ins zehnte Jahrhundert zurück. Bereits damals gehörte die Familie von Hardenberg zu den Burgmännern, die mit der Aufsicht und Verwaltung beauftragt waren. Als um 1400 das Bistum Mainz in finanzielle Schwierigkeiten geriet, wurde die Burg samt ihrer Ländereien den Grafen von Hardenberg übereignet. Nachdem die Burg 1698 teilweise einstürzte, begann man mit dem Bau des repräsentativen Schlosses am Fuße der BurgRuine und mit dem Ausbau des Anwesens, so wie es sich noch heute Besuchern präsentiert. Das Schloss wird auch im 21. Jahrhundert von Carl Graf von Hardenberg und seiner Familie bewohnt. Von hier aus bewirtschaften sie das Gut, die dazugehörigen Ländereien und entwickelten den Gräflichen Landsitz Hardenberg über Jahrhunderte zu einem Ort, der Genuss und Tradition auf lebendige Weise verbindet.

Allgegenwärtig ist der Keiler. Der Sage nach warnte Mitte des 13. Jahrhunderts ein Wildschwein die Burgherren vor einem nächtlichen Angriff durch die benachbarten Plesseritter. Das laute Grunzen des aufgeschreckten Tieres weckte die Gräfliche Familie und die Ritter rechtzeitig, die so die feindlichen Angreifer in die Flucht schlagen konnten. War bis zum dem Zeitpunkt ein Schlüssel das Zeichen der Hardenbergs, so ziert seitdem der Keilerkopf das Wappen.
 
 
Bei Führungen über den Landsitz und durch die BurgRuine tauchen Besucher ein in die bewegte Geschichte seiner Bewohner. Einem der wichtigsten Vorfahren der Familie, dem preußischen Staatskanzler Karl August Fürst von Hardenberg, ist im alten Zolllager die Dauerausstellung „Revolution von oben“ gewidmet. Ebenfalls einen Ehrenplatz in der Ahnengalerie genießt Georg Philipp Friedrich von Hardenberg, auch bekannt unter dem Pseudonym Novalis. Der bedeutendste Dichter der deutschen Frühromantik wählte diesen Namen in Anlehnung an einen uralten Beinamen seiner Familie. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten – besuchen Sie den Gräflichen Besitz Hardenberg.



HARDENBERG BURGHOTEL