Portrait
Unternehmerin mit Standpunkt
Es ist noch früh, aber in Heidelbergs Grand Hotel herrscht schon seit Stunden geschäftiges Treiben. „Lassen Sie uns in einen Konferenzraum gehen“, sagt Dr. Caroline von Kretschmann und hat sich bereits zur Tür gedreht, „da ist es etwas ruhiger.“ Als sich wenig später die hohen Türen hinter uns geschlossen haben, kommt die Direktorin des EUROPÄISCHEN HOF HEIDELBERG direkt zum Thema: das Unternehmertum in der Hotellerie. „Ich bin in einer Unternehmerfamilie aufgewachsen, habe früh gelernt, wie viel Verantwortung das bedeutet, auch aus der Tradition unseres Hauses heraus“, so die Managerin, „andererseits habe ich mitbekommen, wie viel Gestaltungsmöglichkeiten und Freiheiten man genießt.“ Es sei für sie eine logische Entwicklung gewesen, ebenfalls als Unternehmerin tätig zu sein – allerdings zunächst nicht in Heidelberg, sondern an der Spree. „Als mich meine Eltern vor 15 Jahren zum ersten Mal fragten, ob ich den Europäischen Hof übernehmen will, habe ich ‚nein’ gesagt“, erzählt Caroline von Kretschmann. „Ich lebte schon seit vielen Jahren in Berlin, hatte eine eigene Unternehmensberatung aufgebaut.“

Doch schließlich überwogen die Argumente, das Hotel in vierter Generation weiter zu führen, anstatt einen externen Manager einzusetzen. „Die Kraft eines Familienunternehmens kann einen Sog entwickeln, dem man sich nur schwer entziehen kann“, bringt die sympathische Unternehmerin ihre Entscheidung auf den Punkt. Natürlich sei es mutig gewesen, ohne fachlichen Hintergrund einen Betrieb mit 170 Mitarbeitern zu übernehmen, aber Mut gehöre eben auch dazu: „Aus heutiger Sicht habe ich noch viel mehr Respekt vor dem Lebenswerk meiner Eltern. Sie waren mutige Entscheider, auch gegen starken Widerstand und haben immer an sich geglaubt.“ Diese Selbstsicherheit habe die Familie und den EUROPÄISCHEN HOF HEIDELBERG auch durch Krisenzeiten getragen.
Caroline von Kretschmann sieht sich vor der Aufgabe, dieses Lebenswerk nicht nur zu bewahren, sondern in eine erfolgreiche Zukunft zu führen – mit den Gestaltungsmöglichkeiten und der Freiheit einer Unternehmerin. Genau das sei der „Kitzel“, sagt sie. „Freiheit ist relativ“, so von Kretschmann, „aber unabhängig von Konzernrichtlinien gestalten und eine eigene Führungsphilosophie entwickeln zu können, das ist großartig.“ Ein ganz wichtiger Punkt dieser Philosophie: Gutes tun. Die Managerin ist ein Teamplayer. Sie verbringt viel Zeit im persönlichen Gespräch mit den Mitarbeitern, fördert, unterstützt, motiviert. Sie will Vorbild sein, Werte vorleben – und sie glaubt an ihr Team. „Eigentlich sind wir hier 170 Hotels – jeder Mitarbeiter denkt unternehmerisch, zusammen ergibt das so etwas wie eine ‚Schwarmintelligenz’ “, erzählt sie begeistert. Und dann verrät sie auch noch das Rezept dazu: „Vision, Strategie – und Führung.“




EUROPÄISCHER HOF HEIDELBERG
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