Transatlantik-Passage
Auf der Route von Columbus
Eine Atlantikpassage an Bord eines Windjammers zu erleben, ist der größte Traum vieler Segelenthusiasten – auf dieser Reise wird er Wirklichkeit. Wie einst Columbus wählen die SEA CLOUD und ihr Schwesterschiff SEA CLOUD II jene Route, die der berühmte Seefahrer vor mehr als 500 Jahren wählte. Doch was der große Entdecker damals noch nicht wusste, gilt heute als Garantie für herrliche Stunden unter Segeln: In den Wintermonaten sorgt der Passat für ideale Segelbedingungen Richtung Westen. Der tropische Wind entsteht, wenn die Sonne am Äquator fast senkrecht am Himmel steht und auf das Meer niederstrahlt. Die dabei erwärmte Luft steigt auf und strömt beidseitig des Äquators den Polen entgegen. Bei 30° Nord bzw. 30° Süd haben sich die Luftmassen so weit abgekühlt, dass sie wieder absinken und zum Äquator zurückkehren. Als beständiger, nach Westen wehender Wind, dem so genannten Passat, geleiten sie die beiden Windjammer dann mit ihrer gleichmäßigen Kraft über den Atlantik.

Mit jeder zurückgelegten Seemeile bringen die SEA CLOUD und SEA CLOUD II ihre Gäste dem Sommer näher: „Bei diesen idealen Bedingungen legen wir pro Tag und bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 9.0 Knoten (16,7 km/h) ca. 200 Seemeilen (370 km) zurück, ein Großteil unter Segeln“, beschreibt SEA CLOUD Kapitän Vladimir Pushkarev das Segelerlebnis während der Passage. Und die beginnt traditionell Ende November, wenn sich die Hurrikane über dem Atlantik verzogen haben. Die Segelkreuzfahrt startet auf den Kanaren, meist in Gran Canaria. Jeden Tag wird es nun ein wenig wärmer. Zunächst geht es Richtung Süden, bis der Passat erreicht ist, dann heißt es Kurswechsel gen Westen bis nach Barbados oder Curaçao.
 
 
Rund 15 bis 17 Tage genießen die Windjammer beste Segelbedingungen, nicht selten segeln sie sogar über Nacht, und gleiten Tag für Tag einem herrlichen Sonnenuntergang entgegen. Während dieser Zeit tauchen die Gäste tief in das faszinierende Leben an Bord ein: Die Takellage ächzt und knarrt, poliertes Messing blitzt im Sonnenlicht und während die Crew routiniert ihre Segelmanöver ausführt, sitzt man entspannt im Deckchair, genießt das glitzernde Blau des Meeres und plaudert mit Mannschaft und Mitreisenden. Überhaupt, das Miteinander: Wohl nie kommt man schneller in Kontakt als wenn man eine Leidenschaft teilt – auf einer Transatlantik-Passage ist man unter Segelfans und Gleichgesinnten, die Gesprächsthemen versiegen nie. Und so bietet diese besondere Segelkreuzfahrt gleich beides: viel Freiraum für sich und viele Gelegenheiten, unkompliziert mit den Mitreisenden und der Crew in Kontakt zu kommen. Das gemeinsame intensive Reiseerlebnis verbindet. In der freundschaftlich-legeren Atmosphäre an Bord fühlt man sich vom ersten Moment an zu Hause und lässt sich ganz unbeschwert durch den Tag treiben. Davon konnte Columbus, der große Entdecker, nur träumen...


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