Generationswechsel
Die neuen Küchenchefs
Julien Schon hält einen Rekord im EUROPÄISCHEN HOF HEIDELBERG: Er ist der bislang jüngste Küchenchef im Gourmetrestaurant „Die Kurfürstenstube“. Gerade einmal 27 Jahre ist er jung, und doch ein alter Hase in der Gastronomie: seine Eltern führen seit mehr als 30 Jahren ein Hotel bei Montabaur im Westerwald. „Ich bin ganz selbstverständlich in diese Branche hineingewachsen“, erzählt der sympathische Küchenchef, „und habe meine Ausbildung dann im elterlichen Betrieb gemacht.“ Mit 18 Jahren ist er bereits ausgelernter Koch und zieht nach Mainz, um sich die Kettenhotellerie anzusehen, wie er berichtet. Bei der nächsten Station in Fildern lernt er seine jetzige Frau kennen: „Der Klassiker“, meint Julien Schon und schmunzelt, „sie im Service, ich in der Küche.“ Als seine damalige Freundin nach Heidelberg geht, um dort die Hotelfachschule zu besuchen, geht er mit – und findet eine Stelle im FEINEN PRIVATHOTEL.

Als sie ihren Abschluss gemacht hat und nun auch im traditionsreichen Familienbetrieb der Familie von Kretschmann arbeitet, drückt Julien Schon noch einmal die Schulbank: Innerhalb eines Jahres ist er staatlich geprüfter Gastronomie- und Küchenmeister. Im Anschluss folgen Stationen als Küchenchef und Sous Chef in namhaften Restaurants in der Heidelberger Umgebung, dann erwartet das inzwischen verheiratete Paar sein erstes Kind. „Ausgerechnet da wurde im Hotel die Stelle des Küchenchefs frei“, erinnert sich Julien Schon, „eine einmalige Chance.“ Das war im April 2016. Mit seinem ebenfalls jungen, vierköpfigen Team, zu dem auch ein Auszubildender gehört, kümmert er sich mit Leidenschaft um das kulinarische Wohl seiner Gäst.
 
 
„Es findet gerade ein Generationswechsel statt“, erklärt Schon, „die Zeiten der ‚alten’ Küchenchefs mit ihren langen weißen Hauben gehören der Vergangenheit an.“ Tradition ist trotzdem wichtig, gerade in einem 5* Superior Haus wie dem EUROPÄISCHEN HOF HEIDELBERG. Schons Konzept ist deutsche Küche, regional und saisonal ausgerichtet mit viel Sorgfalt für das einzelne Produkt. Auf sein persönliches Lieblingsessen angesprochen, fällt es ihm schwer, sich zu entscheiden. „Es sind die Gerichte, die ich von zuhause kenne, wie Eier in Senfsauce“, sagt Julien Schon und verrät zum Schluss noch, was jeder Gast einmal unbedingt in der „Kurfürstenstube“ probieren sollte: „Steak Tatar. Es schmeckt nicht nur großartig, sondern wird direkt am Tisch nach den Wünschen des Gastes zubereitet.“ Diesen Tipp geben wir gerne an unsere Leser weiter.



DIE KURFÜRSTENSTUBE